Sprengung des Richtfunkmastes in Berlin Frohnau

 

Richtfunkmast Berlin FrohnauAm Sonntag, den 8. Februar 2009, um 13:10 Uhr wurde ein besonderes Relikt deutsch - deutscher Geschichte gesprengt. Mit 358 m ist der Richtfunkmast im Berliner Norden das höchste jemals in Europa gesprengte Bauwerk. Der 1979 in Betrieb genommene Richtfunkmast und sein Pendant in Gartow am Westufer der Elbe haben in der Zeit des Kalten Krieges die Kommunikation zwischen West-Berlin und der Bundesrepublik Deutschland über das Gebiet der DDR hinweg ermöglicht.

 

Nach dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung Deutschlands wurden die Richtfunkfernverbindungen von und nach Berlin im Rahmen des Programms Telekom 2000 auf Glasfaser umgestellt und ausgebaut. Die nicht mehr benötigten Richtfunkstrecken wurden nach und nach zurückgebaut.

 

Über die Richtfunkverbindung Frohnau - Gartow wurde mehr als die Hälfte des Telefonverkehrs zwischen West-Berlin und der Bundesrepublik Deutschland abgewickelt. Nach dem Rückbau der Richtfunkantennen wurde das 358 m hohe Bauwerk zuletzt nur noch für Bündelfunkdienste benutzt. Nachdem diese Anwendungen wie zuvor schon die Mobilfunkdienste auf den benachbarten 117 m hohen Turm umgezogen sind, steht der 358 m hohe Turm nun leer.

 

Künftige Nutzungen für den Turm sind nicht absehbar und die demnächst anstehenden Bauunterhaltsmaßnahmen sind so kostspielig, dass sich die Deutsche Funkturm dafür entschieden hat, den Turm aufzugeben.

 

 

Pressemitteilung (pdf zum Download)

 

Animation der Sprengung (pdf zum Download)

 

Hintergrundinformationen zur Sprengung der Funktürme Frohnau im Norden Berlins und Gartow an der Elbe (pdf zum Download)