DVB-T Projekt
In Deutschland ist der seit 2003 betriebene Ausbau des digitalen terrestrischen Fernsehens über Antenne (DVB-T) beinahe abgeschlossen. Ende 2008 wird die erste Phase des Ausbaus abgeschlossen sein, um das digitale Fernsehen erfolgreich einführen zu können, waren und sind zur Zeit noch Auf- bzw. Umbauarbeiten an vielen Fernsehtürmen nötig. Für ihren Kunden MEDIA BRODCAST hat die Deutsche Funkturm zahlreiche Fernsehtürme in Deutschland umrüsten und auch zum Teil neu errichten lassen.

Im September 2004 wurde der Turm in einer siebenstündigen Aktion für DVB-T ausgerüstet. Es begann mit dem Abbau der 30 m langen analogen Antennenanlage mit Hilfe eines russischen Schwerlasthubschraubers, der aufgrund seiner Bauart und Motorleistung speziell für diese Aufgaben geeignet ist.
In drei Flügen wurden jeweils 10 Meter lange Teilstücke mit 1,60 m Durchmesser und einem Gewicht von 4 Tonnen vom Turm geholt. In weiteren drei Flügen wurde dann die neue Antenne auf den Turm gebracht.
Insgesamt verlief der Antennenspitzenwechsel reibungslos, da die befürchteten Herbststürme ausblieben. Seit dem 8. November 2004 wird vom Heinrich-Herz- Turm DVB-T für den Raum Hamburg ausgestrahlt.
Stuttgarter Fernsehturm (Frauenkopf)

Damit rund 5 Millionen Zuschauer im Großraum Stuttgart ab Mai 2006 auch digitales Fernsehen empfangen konnten, wurde am 3. April 2006 am Stuttgarter Fernsehturm (Frauenkopf) in 193 Meter Höhe die Antennenspitze ausgewechselt. Wieder kam der Schwerlasthubschrauber zu Einsatz, um in einer mehrstündigen Operation zunächst die alte Spitze in drei Demontageflügen herunterzuholen. Jedes Einzelteil dieser Spitze hatte ein Gewicht zwischen 2 und 4 Tonnen. Anschließend wurde in drei Montageflügen die neue Spitze aus GfK (glasfaserverstärktem Kunststoff) auf den Turm gebracht.

Um Münster und die Region Münsterland mit DVB-T zu versorgen, wurden im Frühjahr 2007 umfangreiche Vorbereitungen am Münsteraner Fernsehturm getroffen.
Freitag, 27. April 2007: Erste Vorarbeiten zur Umrüstung der Antennenspitze. Mit einem Helikopter wurde ein Adapter in zwei Flügen auf den Turm gebracht, an dem später die eigentliche Antennenspitze befestigt wurde. Um die nötigte Stabilität aufzuweisen, musste der Adapter auf dem Turm einbetoniert werden. Die neue Antennenspitze konnte jedoch erst zwei Wochen später aufgesetzt werden kann, da der Beton zunächst aushärten musste.
Dienstag, 15. Mai 2007: Mit einem weiteren Helikopterflug wurde eine 7 m hohe Antenne für das digitale terrestrische Fernsehen (DVB-T) auf den Turm gebracht. Mit dieser Umrüstung wuchs der Fernsehturm in Münster auf 229,5 m.
Seit dem 12. Juni 2007 versorgt der Fernsehturm Münster und das Münsterland mit DVB-T.

Zur Versorgung Sachsen-Anhalts mit digitalem terrestrischen Fernsehen (DVB-T) wurde innerhalb kürzester Zeit in Halle ein neuer Antennenträger realisiert. In weniger als einem Jahr Planungszeit und einer Bauzeit von nur drei Monaten hat die Deutsche Funkturm mit 161 m hier den höchsten Stahlgittermast in ihrer Firmengeschichte errichtet.
Das Besondere an diesem Projekt waren die äußerst knapp bemessene Planungs- und Bauzeit sowie die rasche Überwindung zwischenzeitlich aufgetretener Hindernisse. So wurde zum Beispiel während der Planungsphase festgestellt, dass der ursprüngliche Maststandort in der Einflugschneise der Rettungshubschrauber zum nahe gelegenen Bergmannstrost-Krankenhaus lag. In Zusammenarbeit mit dem Bauamt der Stadt Halle und dem Luftfahrtbundesamt wurde dann sehr schnell und kooperativ ein neuer Standort gefunden.