DFMG Deutsche Funkturm GmbH

Deutsche Funkturm

Mobilfunk und Gesundheit

Gefährdet Mobilfunk die Gesundheit?

Nein. Die in Deutschland gültigen Grenzwerte der 26. Bundesimmissionsschutz-Verordnung (BImSchV) und das telekommunikationsrechtlich vorgeschriebene Standortbescheinigungsverfahren gewährleisten den notwendigen Gesundheitsschutz. Die in Deutschland geltenden Regelungen entsprechen den Grenzwertempfehlungen anerkannter nationaler und internationaler Expertengremien wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) oder der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK) im Bereich des Mobilfunks in vollem Umfang. Die SSK hat hierzu festgestellt:

"In Übereinstimmung mit den ICNIRP-Richtlinien von 1998, der EU-Ratsempfehlung sowie unter Berücksichtigung der Bewertung der Strahlenschutzkommission von 1998 und insbesondere der neuen wissenschaftlichen Literatur seit 1998 gelangt die Strahlenschutzkommission zu folgenden Schlussfolgerungen und Empfehlungen: Die SSK kommt zu dem Schluss, dass auch nach Bewertung der neueren wissenschaftlichen Literatur keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse im Hinblick auf nachgewiesene Gesundheitsbeeinträchtigungen vorliegen, die Zweifel an der wissenschaftlichen Bewertung aufkommen lassen, die den Schutzkonzepten der ICNIRP bzw. der EU-Ratsempfehlung zugrunde liegt".

In einer Information der WHO heißt es: "Schlussfolgerungen und Empfehlungen: Keine der jüngst durchgeführten Überprüfungen des wissenschaftlichen Erkenntnisstandes ergab, dass Hochfrequenzexpositionen durch Mobiltelefone oder ihre Basisstationen zu schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit geführt haben...".

Sind Mobiltelefone gefährlich für die Gesundheit?

Nein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Internationale Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierenden Strahlen (ICNIRP) und andere Fachgremien bewerten die Felder von Handys bei Einhaltung der Grenzwerte als gesundheitlich unbedenklich. Die Hersteller von Mobilfunktelefonen sind gesetzlich verpflichtet, die geltenden Vorschriften und Grenzwerte zum Personenschutz einzuhalten.

Sind gesundheitliche Beeinträchtigungen durch den Betrieb einer Mobilfunkanlage zu erwarten?

Nein. Die Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern werden seit mehreren Jahrzehnten erforscht. Mehr als 20.000 Studien liegen inzwischen zu diesem Bereich vor, und jedes Jahr werden neue Untersuchungen gestartet. Die Internationale Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierenden Strahlen (ICNIRP) und die deutsche Strahlenschutzkommission (SSK) sehen nach Auswertung der Studien keine Gefahr für die Bevölkerung durch den Betrieb von Mobilfunkantennen.

Bei Standorten für Mobilfunknetze werden die gesetzlich festgelegten Grenzwerte bereits in einer Entfernung von rund 3-8 Metern unterschritten. Die Sicherheitsabstände, die für jede Mobilfunkantenne von der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA) festgelegt werden, berücksichtigen dies. Da die Mobilfunkantennen fast ausschließlich in horizontaler Richtung senden, kann auch der unterhalb der Antenne einzuhaltende Sicherheitsabstand geringer sein. Er beträgt meist nur rund 1 m.

Muss mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen gerechnet werden, wenn man in Sichtweite oder unter einer Mobilfunkantenne wohnt?

Nein. Die Sendeleistung von so genannten Basisstationen – (Technikeinheiten und Antennen) und die damit verbundenen elektromagnetischen Felder sind äußerst gering. Sie liegen für öffentlich zugängliche Bereiche immer unterhalb der gesetzlich festgelegten Grenzwerte, so dass gesundheitliche Beeinträchtigungen ausgeschlossen werden können. Direkt unterhalb einer Mobilfunkantenne sind die Feldstärken geringer als oft angenommen wird, da die Felder einer Sendeanlage – wie bei einem Leuchtturm – von der Antenne horizontal ausgesendet werden.

Können Mobilfunkantennen Herzschrittmacher beeinflussen?

Mobilfunkantennen von Basisstationen können Herzschrittmacherträger nicht gefährden, solange die Personenschutzgrenzwerte beachtet werden. Die Feldstärken im Bereich der Mobilfunkantennen sind bereits wenige Meter von der Antenne entfernt so gering, dass Störungen in dem für alle Menschen zugänglichen Bereich ausgeschlossen sind.

Herzschrittmacherträger sollten sich allerdings nicht – z.B. bei Wartungsarbeiten auf Dächern – innerhalb des von der Bundesnetzagentur (BNetzA) ausgewiesenen Sicherheitsabstandes um Mobilfunkantennen aufhalten.

Kann Mobilfunk das Allgemeinbefinden beeinflussen?

Es gibt einen breiten, wissenschaftlichen Konsens darüber, dass gesundheitliche Störungen wie Schlafstörungen, Nervosität, Unwohlsein, oder Schwächung des Immunsystems weder durch die elektromagnetischen Felder des Handys noch durch die Felder eines nahe gelegenen Sendemastes ausgelöst werden können.

Unter kontrollierten wissenschaftlichen Bedingungen konnten die genannten Symptome nicht durch Mobilfunkfelder hervorgerufen werden. Derartige Symptome können durch eine Vielzahl von Umwelt- und Lebensführungseinflüssen entstehen und sollten grundsätzlich unter Einbeziehung des gesamten persönlichen Umfeldes durch einen Arzt abgeklärt werden.

Stimmt es, dass Mobilfunk bereits unterhalb der Grenzwerte gesundheitsschädlich ist und Krebs erzeugen kann?

Nein. Bisher wurde kein einziger Nachweis für eine Gesundheitsschädigung durch Mobiltelephonie erbracht. Epidemiologische Studien konnten keinerlei erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten bei Handynutzern – z.B. bei Tumoren des Gehirns, des Nervensystems und der Speicheldrüse sowie bei Blutkrebs feststellen. Die Strahlenschutzkommission (SSK) kommt in ihrem Bericht vom September 2001 zum Thema Hirntumore zu folgendem Schluss:

„Es ist bis jetzt kein Mechanismus bekannt, wie hochfrequente elektromagnetische Felder das Risiko zu Hirntumorerkrankungen beeinflussen könnten. Zusammengefasst kann festgestellt werden, dass bisherige Studien keinen Hinweis geben, dass der Gebrauch von Mobiltelefonen zu einer Erhöhung an Hirntumoren führt".

Um weitere Zweifel auszuräumen, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine neue Studie in Auftrag gegeben.

Interphone ist die weltweit größte Studie, die den Zusammenhang zwischen Handynutzung und dem Risiko von Hirntumorerkrankungen erforscht. Forscherteams aus dreizehn Ländern gehen nach gemeinsam verfassten Untersuchungsprotokollen vor. Auf diese Weise sind die Ergebnisse vergleichbar. Die japanische Studie bestätigt bereits vorliegende Resultate aus anderen Ländern. 2007 veröffentlichten Großbritannien, Schweden, Dänemark, Finnland, Norwegen und Frankreich ihre Ergebnisse, wonach kein Zusammenhang zwischen Handynutzung und Hirntumoren zu finden war. Auch das deutsche Forscherteam kam zu diesem Ergebnis. Mit den Gesamtergebnissen des Forschungsprojektes ist 2008 zu rechnen.

Haben "gepulste Felder" Auswirkungen auf die Gesundheit?

Bei Einhaltung der gesetzlich festgelegten Grenzwerte können Auswirkungen auf die Gesundheit auch für so genannte "gepulste" Felder ausgeschlossen werden, da für die Grenzwertempfehlungen der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierenden Strahlen (ICNIRP) auch Forschungsergebnisse herangezogen wurden, die speziell mit Mobilfunkfeldern durchgeführt wurden.

Muss langfristig doch noch mit gesundheitlichen Auswirkungen durch den Mobilfunk gerechnet werden?

Elektromagnetische Felder werden zur Informationsübertragung schon seit mehr als hundert Jahren eingesetzt. Bereits 1899 wurden mit getasteten hochfrequenten Feldern ("Morsealphabet") Informationen über den Ärmelkanal und 1901 über den Atlantik übertragen. Insofern liegen bereits langjährige Erfahrungen über die Wirkung elektromagnetischer Felder vor. Bis heute sind keine Langzeitwirkungen von Funkwellen auf den Menschen festgestellt worden.

An mangelnder Forschung liegt es nicht. Seit dieser Zeit sind mehrere Tausend wissenschaftliche Berichte zu diesem Thema verfasst worden. Sämtliche Erkenntnisse der letzten Jahre und Jahrzehnte sind in die Festlegung der Grenzwerte eingeflossen. Seit 1990 mussten die Grenzwerte für den Mobilfunk nicht mehr geändert werden – die rund 500 neuen Forschungsarbeiten pro Jahr haben immer mehr bestätigt, dass das bestehende Bild in der Wissenschaft stimmt. Es ist nicht zu erwarten, dass bedeutende gesundheitliche Effekte elektromagnetischer Felder bis heute unentdeckt geblieben sind.